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Vers1vom Dezember 2005
Schaffen wir uns eine Eigene Große Koalition Wo stehen wir Christen, wo steht Deutschland am Ende des Jahres 2005? Die Zeit scheint gekommen, den Kampf um diese Gesellschaft wieder aufzunehmen
von BIRGIT KELLE
“Nehmen wir doch mal das Thema Umweltschutz: Wo waren denn die Bürgerlichen, als es um die Bewahrung der Schöpfung ging. Freunde aus der CDU erzählen noch heute, wie das damals war, wenn der spätere Mitbegründer der Grünen, Herbert Gruhl – ein CDU-Abgeordneter! – auf Parteitagen über den Schutz der Umwelt sprach. Demonstrativ gelangweilt griff alles zu den Zeitungen und las, während da einer leidenschaftlich von Klimakatastrophe und Erderwärmung, von den Gefahren durch radioaktive Abfälle und ähnlichen Dingen sprach. / Nein, nein, das bürgerliche Lager hat versagt ...”
Vollständiger Text, unter: http://www.vers1.net/archiv/text0020/text0020.html
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FAZ 21.10.2005
“Man muß wissen, wie die Sonne funktioniert”
Eine Elementarpolitik: Wenn die Grünen schwärzer, die Schwarzen grüner würden
Von Botho Strauß
Die “... ökologische Grundausrichtung [der Partei Die Grünen] wurde ihnen, wie bekannt, nicht von ehemaligen K-Gruppen_Kämpfern in die Wiege gelegt, sondern sie übernahmen sie von konservativer Seite, einem Club achtsamer Industrieller, die als erste in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Bewußtsein für unsere tellurische Selbstgefährdung aktualisierten. Zahlreiche wissenschaftliche Studien tzur Erschöpfung unserer Energieressourcen erschienen, deren Akribie vom Endzeit-Pathos nicht unbeeinträchtigt blieb, und lieferten einem in seiner Partei schlecht gelittenen CDU-Abgeordneten, Herbert Gruhl, das Material zu den aufrüttelnden Thesen seines Bestsellers `Ein Planet wird geplündert`.
Während der soziale Bereich, Arbeits- und Beschäftigungspolitik, Gesundheit und Altersvorsorge, inzwischen den Jammerfall einer Politik vorstellt, die von der Wirklichkeitunablässig überholt und eines Schlimmere, als die Planung voraussah, belehrt wird, führte hingegen die Politik der Elemenet zu einigen unbestrittenen positiven und nachhaltigen Ergebnissen, etwa bei der Gewässersanierung ...”Das Konservative im parteilosen Wortsinn, nämlich als Erhaltung unserer Lebensgrundlage, bildete also im Gegensatz zu den gesellschaftspolitischen Verlegenheiten und Ungewißheiten ein Paradigm der erfolgreichen Verbindungen von innovativer Technologie und Verantwortungsethik. Und dem entspricht ja der Charakter der Ökologie als einer integralen, disziplinübergreifenden Wissenschaft ...
Die frühen Popular-Ökologen, Gruhl und andere, sagten damals ja voraus, daß auch Ressourcen der Ideen, die der Menschheit zur Verfügung stehen, nicht unerschöpflich seien. Man dürfe vom ausgebeuteten Geist nicht erwarten, daß er kurz vorm Eintritt der Katastrophe noch die Technologie zur Rettung erfinde ...
Inzwischen sind die Rufer nach Umkehr und Einhalt den Pragmatikern von Optimierungsprozessen gewichen ...”
(Der fast ganzseitige Artikel erschien am 21.10.2005 und ist recherchierbar, unter www.faz.net bzw. eine gebührenfreie Zusammenfassung gibt es unter: www.faz.net/s/RubF7538E273FAA4006925CC36BB8AFE338/Doc~E8B57DA6C55174BC4B9601 2CC8596F0E3~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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Eine Antwort [an Botho Strauß] von Reinhard Loskes in der FAZ vom 10.11., S. 33, unter der Überschrift:
Der Mittelstand überbrückt den Kulturgraben
Beim Nachdenken über elementare Menschheitsfragen wie die Bewahrung der Schöpfung müssen Ökologen und Wertkonservative keine langen Strecken gehen, um zueinanderzufinden. Doch auf dem linken Flügel der Grünen wird heute an einer anderen Konstellation gebastelt, einer Koalition aus SPD, Linkspartei und Grünen. Es gelte, jetzt mittelfristig die linke Wahlmehrheit in eine linke Regierungsmehrheit zu überführen. Schließlich klaffe zwischen Grünen und Union ein Kulturgraben.
Vollständige Fassung, unter: http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E8B8A0BAD05BD4951B9E7 D09C3CE0F54D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Eine erweiterte Fassung erscheint Ende Februar 2006 im Jahrbuch Naturkonservativ heute der Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V.
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Aus einem in der FAZ vom 29.10. erschienenen Leserbrief von Prof. Paul-Ludwig Weinacht [zum Beitrag von Botho Strauß] unter der Überschrift:
“Schnittmenge” zwischen Union und Grünen
“(...) Wenn weitsichtige politische Führer die Pflege des Konservatismus jenseits von Interessenwahrung nicht völlig abgeschrieben haben, sollten sie der Straußschen Analyse einen gehörigen Raum des Nachdenkens gewähren und - innerhalb der Unionsparteien - erwägen, ihr einstiges Mitglied Herbert Gruhl auf einem Parteitag postum in die Galerie ihrer Programm-Initiatoren aufzunehmen. Symbolpolitik dieser Art wäre ein seriöser Beitrag zu politischer Öffnung - auch gegenüber der Partei der Grünen - als jenes Kokettieren mit Brillis im Ohr oder mit der Patronisierung von Schwulen- und Lesben-Demos in Stuttgart, mit denen sich bislang Unions-Mitglieder des Kabinetts von Ministerpräsident Oettinger hervorgetan haben.”
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