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Presse2004

Betr. Kiesausbaggerung

“Krise zwingt zur Selbstverorgung”

“Dr. Herbert Gruhl (+1993) CDU-MdB und Bestsellerautor (Ein Planet wird geplündert. Die Schreckensbilanz unserer Politik) äußerte, wer heute dem Menschen nichts Materielles mehr verspricht, verspricht ihm das Meiste. Und zwar, dass er noch eine Zukunft hat, auf unserer Heimstatt, der Mutter Erde, das Größte und das Höchste. Auch sagte er, dass unsere Machtpolitiker zukunfts- und umweltblind seien. Denn sie dächten nur bis zur nächsten Wahl. In Rees befindet man sich offenbar in dbzgl. bester Gesellschaft, wenn man sich die Gründe für Großabgrabungen anhört (Surfsee, Yachthafen, Hochwasserschutz). (...) Für die sich künftig immer stärker abzeichnende globale Krisensituation wird jede Nation eine weitestgehend eigene Lebensmittelversorgung benötigen. Der Boden in Aspel ist dafür der bestmögliche, sprich ertragreichste in ganz Rees. Auch sind für eine ökologisch vertretbare Landwirtschaft Flächen wie die der geplanten Norderweiterung unverzichtbar. In nur einer Generation ist bereits das gesamte Reeser Rheinvorland (Ausnahme Grietherort) entkiest worden! Gibt es in Rees eine Stätte, an der sich Kultur und Natur schöner verbinden als um Haus Aspel? Ich finde s eine Kulturschande ..., wenn dieses “Heiligtum” (das ich naiverweise immer für unantastbar hielt) dem Bagger zum Opfer fiele (...)”

(Willi Wißen, in: NRZ (Rees), 28.9.2004)

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Bundespräsident: Die aussichtsreichsten Kandidaten heißen Wolfgang Schäuble und Klaus Töpfer Merkel sucht den Superstar

“(...) Töpfer streckt seine Fühler aus. Er kennt das politische Geschäft. Bereits 1978 holte ihn Bernhard Vogel als Staatssekretär für Umweltfragen in sein Mainzer Kabinett. Im selben Jahr war der Bundestagsabgeordnete Herbert Gruhl, der spätere Mitbegründer der grünen, aus der CDU ausgetreten. Mit seinem Buch ‘Ein Planet wird geplündert’ hatte er großes Aufsehen erregt. Helmut Kohl reucht bis heute, Gruhl nicht in der Partei gehalten zu haben, um so die Umweltbewegung in die CDU zu integrieren. Klaus Töpfer wurde so etwas wie der permanenten Wiedergutmachung für diesen Fehler. (...)”

(Hatmut Kühne u. Robin Mirshra, in: Rheinischer Merkur, 15.1.2004)

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